Versorgungsmedizinische Grundsätze

GdB-Tabelle nach der Versorgungsmedizin-Verordnung (VersMedV)


Versorgungsmedizinische Grundsätze GdB-Tabelle

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18.12 Endoprothesen

Teil B Nr. 18.12 VersMedV · Rechtsstand 20.09.2026

Amtlicher Text / Bewertungsmaßstab

Teil B Nr. 18.12 VersMedV – Endoprothesen

Die Werte sind Mindest-GdB bei bestmöglichem Behandlungsergebnis. Bei eingeschränkter Versorgungsqualität sind höhere Werte möglich.

Befund / AusprägungGdS/GdB
Hüftgelenk – einseitige Endoprothesemindestens 10
Hüftgelenk – beidseitigmindestens 20
Knie – einseitige Totalendoprothesemindestens 20
Knie – beidseitige Totalendoprothesemindestens 30
Knie – einseitige Teilendoprothesemindestens 10
Knie – beidseitige Teilendoprothesemindestens 20
oberes Sprunggelenk – einseitigmindestens 10
oberes Sprunggelenk – beidseitigmindestens 20
Schulter – einseitigmindestens 20
Schulter – beidseitigmindestens 40
Ellenbogen – einseitige Totalendoprothesemindestens 30
Ellenbogen – beidseitige Totalendoprothesemindestens 50
Quelle: Anlage zu § 2 VersMedV, Teil B Nr. 18.12. Darstellung entsprechend dem vorhandenen Kapitelbestand; redaktionelle Erläuterungen folgen getrennt.
Versorgungsmedizinische Grundsätze – Kommentar
Kommentar

Kommentar zu Teil B Nr. 18.12 VersMedV

Die Kommentarnavigation führt ausschließlich zu den auf dieser Seite erläuterten Bewertungsaspekten.

Mindestwerte

Die Tabellenwerte sind Mindestwerte bei bestmöglichem Behandlungsergebnis und keine pauschalen Höchstwerte.

Versorgungsqualität

Beweglichkeits- oder Belastungsdefizite, Nervenschäden, Muskelminderung oder ausgeprägte Narbenbildung können eine höhere Bewertung tragen.

Keine Doppelbewertung

Übliche prothesenbedingte Beschränkungen sind im Mindestwert bereits enthalten und dürfen nicht nochmals doppelt angesetzt werden.

Rechtsprechung

Gericht / DatumAktenzeichenKernaussage
Landessozialgericht Baden-Württemberg 3. Senat
28.02.2017
L 3 SB 2093/16Eine einseitige Knie-Totalendoprothese begründet bei bestmöglichem Behandlungsergebnis mindestens GdB 20. Höhere Werte setzen eine dauerhaft eingeschränkte Versorgungsqualität, etwa relevante Bewegungs- oder Belastungseinschränkungen, voraus.
Landessozialgericht Baden-Württemberg 6. Senat
05.10.2023
L 6 SB 1577/23Der Mindestwert einer einseitigen Knie-TEP beträgt 20. Eine suboptimale Versorgungsqualität kann erhöhen, muss aber durch konkrete Funktionsdefizite getragen sein; bei 0-0-110° ohne Lockerung hielt der Senat jedenfalls mehr als GdB 30 nicht für gerechtfertigt.
Schleswig-Holsteinisches Landessozialgericht 2. Senat
22.08.2025
L 2 SB 8/24Nach Implantation einer Knie-Totalendoprothese gilt mindestens GdB 20 bei bestmöglichem Ergebnis. Ein höherer Wert verlangt konkrete dauerhafte Defizite der Versorgungsqualität; übliche prothesenbedingte Beschränkungen sind im Mindestwert enthalten.