Versorgungsmedizinische
Grundsätze

Versorgungsmedizinische Grundsätze

Endoprothese Kniegelenk

März 2012

Endoprothesenversorgung der Kniegelenke

Im Ergebnis einer fachlichen Bewertung zur Fragestellung der Beweglichkeit eines endoprothetisch versorgten Kniegelenkes wurde beschlossen, dass die Bewegungsmaße für die Streckung/Beugung von 0-0-100 bzw. für die Beugung auch Werte von über 100 das bestmögliche Behandlungsergebnis repräsentieren. Gemäß ICF sollen bei Endoprothesen der unteren Extremitäten das ungestörte Sitzen auf einem Normstuhl und auf der Toilette, das freie Stehen, das Gehen ohne Hinken – auch auf der Treppe – und das Radfahren möglich sein.
Funktionseinschränkungen durch andere Behinderungen sind selbstverständlich abzugrenzen.-

März 2011

Definition der Totalendoprothese des Kniegelenks, Teilhabebeeinträchtigung durch Speichenköpfchenprothese und Schultergelenkteilprothese

Eine Totalendoprothese des Knies beinhaltet einen bikondylären Kniegelenksersatz. Bei einer Teilendoprothese wird nur der jeweils betroffene Teil der Oberschenkelrolle (innen oder außen) ersetzt samt der gegenüber liegenden Gelenkfläche des Schienbeinkopfes. Das bestmögliche funktionelle Ergebnis beinhaltet ein Winkelmaß des Kniegelenks für die Streckung/Beugung von 0-0-100 (Sitzen auf einem Normstuhl, Gehen ohne Hinken auch auf der Treppe). Eine Radiusköpfenprothese führt zu keiner wesentlichen Teilhabebeeinträchtigung. Eine Schultergelenksteilprothese wird wie eine Schultergelenkvollprothese bewertet.



Versorungsmedizinische Grundsätze
in der Fassung der 5. Verordnung zur Änderung der Versorgungsmedizin-Verordnung