Versorgungsmedizinische
Grundsätze

Versorgungsmedizinische Grundsätze

Arteriopathie Herzwandaneurysma

November 1999

Gutachtliche Beurteilung des GdB/MdE-Grades bei Arteriopathien nach Stentimplantation

Von einem Versorgungsärztlichen Dienst war vorgeschlagen worden, die gutachtliche Beurteilung einer ektatischen Arteriopathie nach einer „minimalinvasiven“ Therapie durch Implantation von Stents analog der Stentbehandlung bei Koronararteriensklerose (vgl. TOP 1.10.4 der Beiratssitzung vom 25./26.11.1998) von der verbliebenen Leistungsbeeinträchtigung abhängig zu machen. Die Beiratsmitglieder stimmten dem zu.

April 1985

Beurteilung der MdE nach gefäßchirurgischen Eingriffen wegen arterieller Durchblutungsstörungen

Zur Frage stand, ob nach geglückten arteriell-gefäßchirurgischen Eingriffen (z. B. Y-Prothese, Bypassoperation) auch bei tastbaren Fußpulsen eine Mindest-MdE angesetzt werden solle. Im Verlauf der Diskussion wurde darauf hingewiesen, daß an dem Grundsatz festgehalten werden müsse, die MdE nach den verbliebenen Funktionsstörungen zu beurteilen. Dabei sei aber zu berücksichtigen, daß es nur selten Fälle gebe, in denen keine Reststörungen mehr vorliegen, so daß häufig ein MdE-Grad von wenigstens 20 v. H. in Betracht komme. Zweifelsfälle sollten durch eine gutachtliche Untersuchung geklärt werden.

April 1984

MdE-Bewertung bei Herzwandaneurysma

Zur Frage stand, wie die MdE-Bewertung bei einem Herzwandaneurysma zu erfolgen habe. Es wurde hierzu ausgeführt, daß die Höhe der MdE bei kleineren Herzwandaneurysmen entscheidend abhängig von der verbliebenen Leistungsbreite sei. Bei größeren Aneurysmen sei die MdE im Hinblick auf die zusätzlich bestehende Gefährdung – in Analogie zu den auf Seite 69 der „Anhaltspunkte“ aufgeführten Beurteilungshinweisen bei Aneurysmen – nicht niedriger als mit 50 v. H. zu bewerten.



Versorungsmedizinische Grundsätze
in der Fassung der 5. Verordnung zur Änderung der Versorgungsmedizin-Verordnung