Diese Website gibt die Versorgungsmedizinischen Grundsätze wieder mit dem aktuellen Stand der 5. Verordnung zur Änderung der
Versorgungsmedizin-Verordnung.

Versorgungsmedizinische
Grundsätze

... Das klingt nun alles ziemlich klar und einfach - Sie suchen in der Tabelle nach Ihrer Erkrankung und kennen dann den Grad der Behinderung - ist es aber nicht wirklich:

a) Das Zuordnungsproblem

Die Schwierigkeiten beginnen bereits damit, dass Sie Ihre Symptome / Beschwerden einem bestimmten medizinischen Befund bzw. einer Diagnose zuordnen müssen.

Ein kleines Beispiel: Wenn Sie unter anhaltenden Schwindelerscheinungen leiden, kann dieses durch ein kardiologisches Problem hervorgerufen werden, kann durch Probleme an der Halswirbelsäule verursacht sein oder aber seine Ursache im H N O - fachärztlichen Bereich haben. Die vorstehende Aufzählung der möglichen Ursachen erhebt keineswegs Anspruch auf Vollständigkeit!

Für die Bewertung Ihrer Schwindelerscheinungen nach den Versorgungsmedizinischen Grundsätzen kann aber der ursächliche Zusammenhang von gravierender Bedeutung sein.

b) Schwer, Mittelgradig oder Leicht?

Selbst wenn Sie dieses Problem bereits überwunden haben oder es sich etwa um "griffige" Beschwerden wie etwa ein Wirbelsäulenleiden handelt besteht immer noch das Problem, die Symptome und Funktionseinschränkungen in Ihrem speziellen einzelnen Fall richtig einzuordnen.

Bleiben wir am Beispiel der Wirbelsäulenschäden: Die Versorgungsmedizinischen Grundsätze unterscheiden hier nicht nur Wirbelsäulenschäden ohne Bewegungseinschränkung oder Instabilität (GdB 0), sondern auch solche mit geringen funktionellen Auswirkungen, mit mittelgradigen funktionellen Auswirkungen sowie auch solche mit schweren funktionellen Auswirkungen. Eine weitere Rolle kann auch spielen, ob entsprechende Auswirkungen nur in einem einzigen Wirbelsäulenabschnitt bestehen oder ggf. in mehreren. Ganz so einfach ist die Einordnung Ihrer Behinderungen daher letztlich nicht. Sie können ja gerne mal unter 18.9 nachschauen.

c) Unvollständigkeit

Ein weiteres Problem besteht darin, dass die Anzahl der von den Versorgungsmedizinischen Grundsätzen ausdrücklich aufgelisteten Befunde / medizinischen Diagnosen relativ begrenzt ist.

Es wird immer wieder vorkommen, dass Betroffene an einer Erkrankung leiden, die dort überhaupt nicht gelistet ist.

Man muss sich dann damit behelfen, eine Einstufung analog zu Erkrankungen vorzunehmen, die in etwa eine entsprechende Symptomatik und Auswirkungen haben.

Dennoch: Die vorliegende Website kann Ihnen sicher dabei helfen, sich zumindest in einem gewissen Umfang einmal einen Überblick darüber zu verschaffen, wie Ihre Beeinträchtigungen im Falle eines Antrags auf Zuerkennung des Grades der Behinderung in etwa einzuordnen wären bzw. ob Ihre aktuelle Einstufung, wie sie von der Versorgungsverwaltung vorgenommen wurde, zutreffend ist.

Nach meiner persönlichen, jahrzehntelangen Erfahrung auf diesem Rechtsgebiet kann ich insoweit nur feststellen, dass die Versorgungsverwaltung die Einstufungen außerordentlich restriktiv handhabt. Spätestens im sozialgerichtlichen Verfahren stellt sich sehr häufig heraus, dass der zuerkannte Grad der Behinderung wenigstens um 20 Punkte anzuheben ist.


Weshalb diese Website überhaupt?

a) Diese Website ist zum einen ein unerlässliches Hilfsmittel für mich selbst.

Ich bin Fachanwalt für Sozialrecht und Arbeitsrecht und vertrete Mandanten bundesweit u.a. in den Bereichen

  • Schwerbehindertenrecht,
  • Bundesversorgungsgesetz und
  • Opferentschädigung.

  • Die Versorgungsmedizinischen Grundsätze sind hier ein tägliches Arbeitsmittel.

    Es lag daher nahe, die Versorgungsmedizinischen Grundsätze unter Berücksichtigung jeweils sämtlicher bisher bereits erlassener Änderungsverordnungen in das Internet zu stellen. Im Gegensatz zu anderen Fundstellen haben Sie hier eine vollständige, aktuelle Fassung vor sich.

    Das Schlagwortverzeichnis in den Seiten von Teil B ist zwar "nichtamtlich", aber dennoch hilfreich.

    Bei einzelnen, durch die Änderungsverordnungen erfolgten Änderungen in für die tägliche praktische Anwendung besonders wichtigen Teilen von Teil B, z.B. 15.1 (Zuckerkrankheit, Diabetes) sowie etwa 18.12 (Endoprothesen) sind die alte und die neue Fassung gegenübergestellt.

    b) Darüber hinaus soll diese Website den Mandanten und natürlich auch alle sonstigen Betroffenen / Interessierten Auskunft darüber zu geben versuchen, ob Ihre aktuelle Einstufung überhaupt (noch) angemessen ist oder ob es sich ggf. lohnt, einen Erstantrag bzw. Verschlimmerungsantrag zu stellen.

    Wer noch mehr lesen möchte, etwa zur Antragstellung und Ablauf des Verfahrens, der sei hiermit auf einen Besuch der Kanzleiwebsite verwiesen.


    --> zur Website der
    Anwaltskanzlei
    Dotterweich & Kollegen
    Hussenstraße 19
    78462 Konstanz


    Wenn Sie auf dieser Website einen Fehler finden ...

    dann dürfen Sie ihn natürlich grundsätzlich behalten :)

    Für einen Hinweis wäre ich dennoch dankbar. Sie können dafür gerne das Kontakformular nutzen. Das gilt natürlich auch für Änderungswünsche, Verbesserungsvorschlage, Kritik und Anregungen für eine Weiterentwicklung und nicht zuletzt auch bezüglich Anfragen wegen einer Mandatsübernahme.